Zahl der evangelischen Kirchengemeinden nimmt ab

Zahl der evangelischen Kirchengemeinden nimmt ab
Überraschen dürfte das wohl niemanden: Durch den demographischen Wandel und Kirchenaustritte schrumpft die Zahl der evangelischen Gemeinden weiter.

Die Zahl der evangelischen Kirchengemeinden nimmt weiter ab. Ende 2012 gab es in den 20 Landeskirchen knapp 14.800 selbstständige Gemeinden, wie sich aus der am Freitag veröffentlichten Statistikübersicht der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ergibt. Ein Jahr davor waren es noch rund 15.000 Kirchengemeinden. Die Zahl der Gemeindepfarrer ist mit rund 14.000, darunter 4.100 Frauen nahezu unverändert. Ende 2013 hatte die EKD 112 Pfarrer in die deutschsprachigen Auslandsgemeinden entsandt.

Rund 850.000 Menschen besuchen der Übersicht zufolge jeden Sonntag einen evangelischen Gottesdienst. Der höchste Gottesdienstbesuch wird am Heiligen Abend verzeichnet: an diesem Tag gehen rund 8,5 Millionen Menschen zur Christvesper. Das entspricht knapp 36 Prozent der evangelischen Kirchenmitglieder.

Bei den kirchlichen Amtshandlungen wie Taufen und Konfirmationen gab es leichte Rückgänge: 186.596 Menschen wurden getauft (2011: 193.253) und 227.211 Jugendliche konfirmiert (2011: 238.487). Die Zahl der evangelischen Trauungen stieg leicht an auf 48.833 (2011: 48.400). 

Ende 2012 gehörten 23,4 Millionen Menschen den evangelischen Landeskirchen an, rund 263.000 weniger als im Vorjahr. An diesem Rückgang waren 138.195 Austritte beteiligt. Im Bundesdurchschnitt sind 59,2 Prozent der Bevölkerung evangelisch oder katholisch.

Die 40 Seiten umfassende Statistikbroschüre informiert über vierzehn Arbeitsbereiche und Themenfelder: Von der Kirchenzugehörigkeit über den Aufbau der evangelischen Kirche, die Leitungsorgane, Amtshandlungen und Gottesdienstzahlen bis zu Gemeindeleben, Diakonie, Entwicklungs-, Bildungs- und Auslandsarbeit, Kirchengebäuden und -finanzen.

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