Größte evangelische Kirchenbank zufrieden mit Geschäftsjahr

Deutschland spricht 2019
Größte evangelische Kirchenbank zufrieden mit Geschäftsjahr
Bei Kundeneinlagen und Krediten erzielte die Bank für Kirche und DIakonie (KD-Bank) Höchstwerte. Die Bilanzsumme liegt bei 4,8 Milliarden Euro.

Die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) blickt nach eigenen Angaben auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Bei Kundeneinlagen und Krediten seien neue Höchstwerte erzielt worden, sagte der Vorstandsvorsitzende der größten evangelischen Kirchenbank in Deutschland, Ekkehard Thiesler, am Mittwoch in Dortmund. Die Einlagen stiegen um 3,4 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro, mit den Wertpapieranlagen der Kunden sind es 5,9 Milliarden Euro. Das Kundenkreditgeschäft lag bei 1,4 Milliarden Euro.

Die Bilanzsumme der KD-Bank liegt stabil bei rund 4,8 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss, an dem die Mitglieder wie in den Vorjahren mit sieben Prozent Dividende beteiligt werden, beträgt rund 6,9 Millionen Euro. Zufrieden zeigte sich Thiesler auf der Generalversammlung in Dortmund auch mit der Eigenkapitalausstattung von 292,5 Millionen Euro.

An neuen Darlehen stellte die Bank die Rekordsumme von 193 Millionen Euro für die Finanzierung kirchlicher und diakonischer Projekte wie Krankenhäuser, Kindergärten, Alten- und Behinderteneinrichtungen oder Hospize bereit. "Genau das ist unser Auftrag", erklärte Thiesler.

Fusion ist kein Thema

Der Vorstandschef der ältesten evangelischen Genossenschaftsbank in Deutschland wertete die Zahlen als "Zeichen dafür, dass die Bank für Kirche und Diakonie als sicherer Hafen im weiterhin unsicheren Umfeld hoher Staatsverschuldung und Turbulenzen an den Finanzmärkten gesehen wird". Gerade in der Finanzkrise habe sich die "unaufgeregte und auf langfristigen Erfolg ausgerichtete Geschäftspolitik" ausgezahlt.

Eine Fusion mit einer anderen Bank sei zurzeit kein Thema, betonte Thiesler in seinem Bericht vor rund 300 Mitgliedern der Bank: "Wir sind groß genug." Er wünsche aber der Evangelischen Kreditgenossenschaft Kassel und der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft Kiel viel Erfolg für ihre geplante Verschmelzung zu Deutschlands größter Kirchenbank, die Ende Juni offiziell beschlossen werden soll.

Mitglieder der KD-Bank, die zu den 20 größten deutschen Genossenschaftsbanken gehört, sind über 4.200 kirchliche und diakonische Institutionen. Die Bank betreut rund 7.000 Einrichtungen in Kirche und Diakonie sowie mehr als 30.000 Privatkunden.
 

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