Internet-Magazin "Krautreporter" geht an den Start

Internet-Magazin "Krautreporter" geht an den Start
´Das geplante Internet-Magazin "Krautreporter" hat genügend zahlende Unterstützer gefunden und wird in Kürze an den Start gehen. Am Freitagmittag war die erforderliche Zahl von 15.000 Mitgliedern erreicht, wie "Krautreporter" im Internet mitteilte.

Die 25 Journalisten, die hinter dem Projekt stehen, hatten diese Zahl als Mindestwert selbst gesetzt. Vier Wochen lang konnten Interessierte ihre Zusage für ein Jahresabo zum Preis von 60 Euro abgeben. Die Frist endet in der Nacht von Freitag auf Samstag.

"Wenn die Welt nur noch in Eilmeldungen erklärt wird"

Das Projekt, hinter dem Journalisten wie Stefan Niggemeier, Jens Weinreich und Richard Gutjahr stehen, hat einen besseren Online-Journalismus in Deutschland zum Ziel. Die Seite wird den Angaben zufolge komplett werbefrei sein und jeden Tag ausführliche, möglichst multimediale Reportagen und Hintergrundberichte bieten. Zahlende Mitglieder können die Texte kommentieren, haben Zugriff auf exklusive Inhalte und werden in Recherchen einbezogen.

Herausgeber des neuen Magazins ist Sebastian Esser, als Chefredakteur fungiert Alexander von Streit. Zur Begründung für das Projekt hatten die Macher erklärt, der Online-Journalismus in Deutschland sei kaputt. Das liege daran, dass vielen Medien Klicks wichtiger seien als Geschichten. Niemand könne mehr den Überblick behalten, "wenn die Welt nur noch in Eilmeldungen erklärt wird", hieß es.

"Krautreporter.de" ist bisher eine Plattform, mit der über das sogenannte Crowdfunding eine Spendenfinanzierung für aufwendige journalistische Projekte angeschoben werden kann. Diese Möglichkeit soll auch in Zukunft erhalten bleiben.

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