Katholikentag: Marx hofft auf guten Weg mit Protestanten

Katholikentag in Regensburg

Foto: dpa/Armin Weigel

Mit Christus Brücken bauen - auch in der Ökumene?

Katholikentag: Marx hofft auf guten Weg mit Protestanten
Die Ökumene zwischen den beiden großen Kirchen soll nach dem 99. Katholikentag in Regensburg intensiv fortgesetzt werden. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, signalisierte am Samstag ausdrücklich die Bereitschaft der katholische Kirche, mit der evangelischen Kirche weitere Schritte zu gehen.

Mit Blick auf die Vorbereitung zum Reformationsjubiläum im Jahr 2017 sagte Marx, dass bereits über die Gestaltung der Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags von Martin Luther gesprochen werde. Daran müsse weiter gearbeitet werden. "Wir glauben, es kann ein sehr guter ökumenischer Weg auf 2017 zu werden", sagte der Kardinal.

Zudem kündigte Marx an, dass bei einem Kongress am 18. Juni weiter über die gemeinsame Sozialinitiative diskutiert werde. Zuvor hatte der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm auf dem Katholikentag angemahnt, die Ökumene müsse auch wieder zu einer sozialen Bewegung werden.

Der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hob die ökumenischen Akzente des Christentreffens hervor. Der Katholikentag habe eine starke ökumenische Ausstrahlung. Es gebe auch eine gewisse Erwartungshaltung: "Die Sehnsucht nach einem stärkeren Zusammenwachsen der Kirchen ist erneut spürbar geworden." Die Menschen erwarteten ein deutliches Zeichen der Einheit.

Der 99. Katholikentag in Regensburg geht an diesem Sonntag mit einem großen Abschlussgottesdienst unter freiem Himmel zu Ende. Zu dem fünftägigen Treffen unter dem Leitwort "Mit Christus Brücken bauen" kamen mehr als 30.000 Dauergäste und rund 15.000 Tagesbesucher. Katholikentage werden vom ZdK in der Regel alle zwei Jahre an wechselnden Orten ausgerichtet. Der 100. Katholikentag findet 2016 in Leipzig statt.

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