EU-Ratspräsident mit Aachener Karlspreis geehrt

van Rompuy

Foto: dpa/Julien Warnand

Herman van Rompuy

EU-Ratspräsident mit Aachener Karlspreis geehrt
Der Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, ist am Donnerstag für sein Engagement für ein vereintes Europa mit dem Internationalen Aachener Karlspreis ausgezeichnet worden. Der 66-jährige belgische Politiker sei ein großer Europäer, der als unermüdlicher Arbeiter, Mittler und Konsensbildner in schwerer Zeit einen bedeutenden Beitrag zur Konsolidierung der EU geleistet habe, hieß es in der Begründung der Jury.

Der undotierte Karlspreis, der zu den bedeutendsten europäischen Auszeichnungen zählt, wurde im Krönungssaal des Aachener Rathauses verliehen. Der 1947 in Brüssel geborene Van Rompuy ist seit Dezember 2009 erster ständiger Präsident des Europäischen Rates. Von Ende 2008 bis November 2009 war der belgische Christdemokrat Ministerpräsident seines Landes.

Van Rompuy beschreibe unerschrocken die politischen und strukturellen Visionen der europäischen Zukunft, sagte der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philip (CDU). "Das inzwischen erreichte Maß an europäischer Integration und Koordination ist maßgeblich Ihrer Arbeit zu verdanken", erklärte Philipp. Eine Zukunft Europas könne es jedoch nicht ohne Russland geben, mahnte der Oberbürgermeister und rief zu weiteren Gesprächen zwischen Europa und Russland auf.

Der Internationale Karlspreis wird seit 1950 an Menschen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben.  Letzte Preisträgerin war die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite.

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