KfW Entwicklungsbank erhöht Finanzzusagen für Afrika

KfW Entwicklungsbank erhöht Finanzzusagen für Afrika
Die KfW Bankengruppe hat ihr Engagement in Afrika weiter ausgebaut. Für Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern wurden im vergangenen Jahr im Auftrag der Bundesregierung rund 6,7 Milliarden Euro zugesagt, etwa 500.000 Euro mehr als im Vorjahr, wie die staatliche Bank am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte.

Darin enthalten sind die Finanzierungszusagen der KfW-Tochter DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft) an Privatfirmen. In afrikanische Länder südlich der Sahara flossen den Angaben zufolge 1,5 Milliarden Euro, 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die von KfW und DEG bereitgestellten Finanzierungen gingen auch in fragile Staaten wie Mali und den Kongo. Schwerpunkte bildeten erneut Klimaschutz, erneuerbare Energien und Umwelt: Die KfW investierte in diesen Bereich 53 Prozent ihrer zugesagten 5,3 Milliarden Euro. Bei der DEG waren es 44 Prozent von 1,5 Milliarden Euro.

Mehr als 60 Prozent an kleine und mittlere Betriebe

Vorstandsmitglied Norbert Kloppenburg nannte als Ziel, eine kohlenstoffarme Wirtschaftsweise zu fördern und Perspektiven für kommende Generationen zu schaffen. Viele Entwicklungs- und Schwellenländer stünden vor großen sozialen und ökologischen Herausforderungen. Sie benötigten internationale Unterstützung beim Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung.

Für Entwicklungsprojekte setzte die KfW neben Mitteln aus dem Bundeshaushalt zu 58 Prozent eigenes Kapital ein. Sie wurde 1948 als Kreditanstalt für Wiederaufbau gegründet und ist heute die drittgrößte Bank Deutschlands. Als staatliche Förderbank unterstützt sie im Inland unter anderem Existenzgründungen, Kommunen, Wohnungsbau und den Umweltschutz. Sie vergibt auch Studienkredite.

Die DEG erteilte ihre Neuzusagen zu mehr als 60 Prozent an kleine und mittlere Betriebe, die in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern als Rückgrat der Wirtschaft gelten. Ziel sei, unternehmerische Initiative voranzubringen und Menschen eine dauerhafte Perspektive zu geben, erklärte DEG-Geschäftsführer Bruno Wenn. Mit den Zusagen 2013 seien eine Million Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen worden.

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