Dürre in Syrien bedroht Millionen Menschen

Dürre in Syrien bedroht Millionen Menschen
In Syrien bedroht laut UN-Angaben eine anhaltende Trockenheit Millionen Menschen. Es zeichneten sich massive Ernteausfälle ab, die die Nahrungsmittelknappheit in dem Bürgerkriegsland weiter verschärfen würden, warnte das Welternährungsprogramm am Dienstag in Genf.

Zudem habe der seit drei Jahren dauernde blutige Konflikt die Landwirtschaft vielerorts ruiniert. Bewässerungssysteme, Pumpen und Traktoren seien beschädigt oder zerstört worden. Wegen der Gewalt sei es oft gefährlich, auf den Feldern zu arbeiten.

Für dieses Jahr rechnet die UN-Organisation mit einer historisch geringen Weizenernte von nur 1,7 bis 2 Millionen Tonnen in Syrien. Im vergangenen Jahr wurden rund 5,1 Millionen Tonnen des Getreides verbraucht. Die Gewalt in dem arabischen Land behindere die dringend benötigten Importe oder mache sie ganz unmöglich, erklärte das Welternährungsprogramm.

Seit September fiel den Angaben zufolge weniger als die Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge. Unter der Dürre leidet auch das Vieh, weil Wasser und Futter für die Tiere immer knapper werden. In Syrien sind laut UN 9,5 Millionen Menschen auf Unterstützung mit Lebensmitteln, Medizin und anderen Hilfsgütern angewiesen.

Zudem müssen rund 2,6 Millionen syrische Flüchtlinge außerhalb ihres Heimatlandes versorgt werden. Seit Ausbruch des Syrien-Konflikts im März 2011 starben nach Schätzungen mehr als 130.000 Menschen. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad und mehrere Rebellengruppen kämpfen um die Macht.

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