Aussteigerprogramm für Salafisten startet in NRW

Aussteigerprogramm für Salafisten startet in NRW
In Nordrhein-Westfalen soll noch in diesem Monat ein Aussteigerprogramm für radikale Islamisten beginnen.

In Bochum, Bonn und Düsseldorf würden Beratungsstellen über Salafismus eröffnet, heißt es in einem Bericht von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD), der am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags beraten wurde. An die Berater könnten sich Menschen wenden, die die gewaltbereite salafistische Szene verlassen wollten.

Daneben soll das Programm auch Eltern, Lehrer und andere  Interessierte erreichen. Ziel sei es, bereits einen Einstieg in die salafistische Szene zu verhindern. Die Beratungsstellen sind mit Ämtern, Sozialverbänden, Moscheegemeinden und Vereinen vernetzt, um schnell Hilfe vermitteln zu können.

Hintergrund des Aussteigerprogramms sind die gewalttätigen Ausschreitungen bei Demonstrationen von Salafisten in Solingen und Bonn im Mai 2012. Beim Aufeinandertreffen von Rechtsextremen und Salafisten waren in beiden Fällen mehrere Polizeibeamte verletzt worden.

Salafisten predigen einen Islam, der sich eng am Wortlaut des Korans und an den Überlieferungen aus dem Leben des Propheten (Sunna) orientiert. Sie verstehen sich als die einzig wahre Gemeinschaft der Gläubigen, da ihrer Auffassung nach nur Salafisten ein gottgefälligen Islam leben. Daher zählen sie auch alle nicht-salafistischen Muslime zu den Ungläubigen.

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