Umweltbundesamt sieht Klimaziele in Gefahr

Umweltbundesamt sieht Klimaziele in Gefahr
Das Umweltbundesamt (UBA) fordert größere Anstrengungen zur Vermeidung von Luftschadstoffen.

Der im vergangenen Jahr verstärkte Trend zur Kohleverstromung erfülle das Amt mit Sorge, sagte UBA-Vizepräsident Thomas Holzmann am Montag in Dessau-Roßlau. Wenn diese Entwicklung anhalte, werde es kaum möglich sein, das Klimaschutzziel der Bundesregierung für 2020 zu erreichen.

Ziel: 40 Prozent weniger Treibhausgase

Deutschland will in sechs Jahren 40 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen. Nach UBA-Analysen liegt diese Minderung aktuell bei nur 23,8 Prozent. Die europäischen und nationalen Klimaschutzvorhaben reichten offensichtlich noch nicht aus, betonte Holzmann. Deshalb sei zu begrüßen, dass sich die Bundesregierung bei der EU dafür stark mache, europaweit ein Minderungsziel von wenigstens 40 Prozent bis 2030 festzuschreiben.

Wie vorläufige Schätzungen des UBA zeigen, sind die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland 2013 um 1,2 Prozent erneut leicht gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Den Zuwachs dominierten die Kohlendioxid-Emissionen mit einem Plus von 1,5 Prozent. Als Grund gab das Bundesamt an, dass bei der Stromerzeugung mehr Steinkohle verbrannt wurde sowie witterungsbedingt mehr Öl und Gas beim Beheizen von Häusern und Wohnungen zum Einsatz kam.

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