Sultan von Brunei verteidigt geplante Einführung der Scharia

Sultan von Brunei verteidigt geplante Einführung der Scharia
Die Scharia sei "keinesfalls ein Rückschritt", so verteidigte der Sultan von Brunei die geplante Einführung der Scharia in seinem Land.

Knapp einen Monat vor der offiziellen Einführung der Scharia hat der Sultan von Brunei die geplante Gesetzgebung verteidigt. Das islamische Strafrecht bedeute eine "Errungenschaft größeren Ausmaßes" und sei keinesfalls ein Rückschritt, zitierte die "Brunei Times" Hassanal Bolkiah am Donnerstag. Gemäß der Scharia kann Ehebruch mit Steinigung, Diebstahl mit dem Abhacken von Gliedmaßen und Alkoholkonsum mit Auspeitschen bestraft werden.

Die bereits im Oktober 2013 angekündigten Pläne waren international kritisiert worden. Laut "Brunei Times" forderte der Sultan die Bürger Bruneis auf, die Scharia zu unterstützen und ausländischen Kritikern keine Beachtung zu schenken: "Dies ist die Zeit für das Land, seine Einheit zu zeigen."

Der 67-jährige Hassanal Bolkiah ist absoluter Monarch, Staatsoberhaupt sowie Premierminister, Finanz- und Verteidigungsminister in Personalunion und gilt als einer der reichsten Männer der Welt. Über Brunei herrscht er seit 1967. In dem kleinen, ressourcenreichen Staat an der Nordwestküste der Insel Borneo ist der Islam Staatsreligion. Fast 70 Prozent der mehr als 400.000 Einwohner sind Muslime. Darüber hinaus gibt es Minderheiten buddhistischen und christlichen Glaubens sowie Angehörige indigener Religionen.

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