Kampagne: Modefirmen müssen für Fabrik-Opfer in Bangladesch zahlen

Kampagne: Modefirmen müssen für Fabrik-Opfer in Bangladesch zahlen
Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert eine Entschädigung der Opfer des Fabrikeinsturzes in Bangladesch vor zehn Monaten durch die Textilindustrie.
Deutschland spricht 2019

Rund 30 Millionen Euro seien nötig, um alle Verletzten und Hinterbliebenen für ihre Einkommensverluste und medizinischen Kosten zu entschädigen, erklärte die Kampagne am Donnerstag in Berlin. Dafür müssten die Unternehmen aufkommen, die in dem Gebäude Rana Plaza bei Dhaka produzieren ließen.

Der Appell richtet sich vor allem an in Deutschland ansässige Unternehmen wie KiK Textilien, Adler Modemärkte, NKD oder Kids for Fashion. Aber auch international führende Markenfirmen wie Benetton seien gefragt. Über die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) gibt es bereits ein Rahmenabkommen, über das es allen Markenfirmen und anderen Geldgebern ermöglicht wird, freiwillige Zahlungen an einen Entschädigungsfonds zu leisten.

Am 24. April jährt sich der Einsturz des Rana Plaza Gebäudes nahe der Hauptstadt Dhaka zum ersten Mal. Bei dem Unglück wurden mehr als 1.100 Beschäftigte von Textilfabriken getötet und mehrere tausend Menschen verletzt. Die Kampagne für Saubere Kleidung wird von 20 Organisationen getragen und wirkt als Beobachter bei einem Brandschutzabkommen für Textilfabriken in Bangladesch mit.

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