Bundespräsident würdigt Bethels Freiwilligendienste

Bundespräsident würdigt Bethels Freiwilligendienste
Bundespräsident Joachim Gauck warnt davor, bewährte Hilfen für behinderte Menschen übereilt einzustellen. Deutschland sei auf dem Weg zur Inklusion schon weit gekommen, sagte Gauck am Dienstag in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld.

Es dürfe aber hinterher den schwächeren Menschen nicht schlechter gehen, weil spezielle Förderangebote für Behinderte auf dem Weg zu einer gleichberechtigten Gesellschaft wegfielen.Der Bundespräsident würdigte das ehrenamtliche Engagement in Bethel.

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Besonders angetan war er vom "Betheljahr", in dem junge Menschen früh soziale Kompetenz erlernen. Es sei wichtig, zu erfahren, dass nicht allein die Ausbildung eigener Fähigkeiten glücklich mache, sondern das Lernen und Leben in einer Gemeinschaft. Bethel sei ein wichtiger Ort für das Land, unterstrich Gauck. Auf dem Besuchsprogramm standen Gespräche in einer Werkstatt für behinderte Menschen sowie mit Teilnehmern des "Betheljahres".

Die Teilnehmer des "Betheljahrs", eines in Bethel angebotenen "Freiwilligen Sozialen Jahres", arbeiten für ein Jahr unter anderem in der Alten- und Jugendhilfe sowie in Krankenhäusern, Schulen und Hospizen Bethels. Ziel ist es, Erfahrungen in sozialen Hilfsbereichen zu sammeln sowie den Kontakt mit behinderten, kranken und alten Menschen zu ermöglichen.