Kirche von England berät erneut über Frauen im Bischofsamt

Kirche von England berät erneut über Frauen im Bischofsamt
Die Generalsynode der Kirche von England hat am Dienstag erneut über die Bischofsweihe von Frauen beraten.

Dabei diskutierte die Synode der Anglikaner in London die Vorschläge einer 15-köpfigen Arbeitsgruppe, die Frauen den Weg ins Bischofsamt ebnen sollen. Unter anderem wurde ein Verordnung aus dem Jahr 1993 aufgehoben, wonach für Gläubige, die Frauen im Priesteramt ablehnen, Vorkehrungen getroffen werden müssen. Die endgültige Abstimmung über den Gesetzentwurf ist für die kommende Synode im Juli geplant. Sollte dieser dann verabschiedet werden, könnten die ersten Bischöfinnen 2015 geweiht werden.

Im November 2012 hatte die Generalsynode einen Gesetzentwurf abgelehnt, der auch Frauen die Bischofsweihe ermöglicht hätte. Frauen können derzeit in der Kirche von England zwar Priester werden, aber nicht Bischöfe. Der Gesetzentwurf verfehlte nur ganz knapp die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit. Die Ablehnung des Gesetzes hatte die Kirche in eine tiefe Krise gestürzt. Traditionalistische Anglikaner hatten sich wiederholt gegen die Bischofsweihe von Frauen ausgesprochen und mit Abspaltung gedroht.

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