Diakonie: Einwanderer tragen zu Wohlstand in Deutschland bei

Debatte um Armutszuwanderung

Foto: dpa/Friso Gentsch

Rumänische Werkvertragsarbeiter im Wohncontainer einer Baustelle in Osnabrück (Niedersachsen).

Diakonie: Einwanderer tragen zu Wohlstand in Deutschland bei
Die Diakonie kritisiert die Debatte um vermeintliche Armutszuwanderung. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänen und Bulgaren erhitze die Gemüter, sagte Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier am Mittwoch in Berlin. Doch die europäische Freizügigkeit sei ein Erfolgsmodell.

"Einwanderer tragen zu Vielfalt und Wohlstand in Deutschlands bei", sagte Stockmeier. Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien zahlten deutlich mehr Steuern und Sozialversicherungsbeiträge als Sozialleistungen zu beziehen, ergänzte Stockmeier. Zudem erinnerte er daran, dass auch viele Deutsche die Möglichkeit einer Perspektive für sich im Ausland nutzten.

Nach Ansicht des sozialpolitischen Vorstands des evangelischen Wohlfahrtverbands, Maria Loheide, stellt die Diskussion um Zuwanderung sogar das Modell der sozialen Marktwirtschaft infrage. Die soziale Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenslagen sei eine humanitäre Aufgabe und trage zum Wohlstand aller bei. Die bisherige Beschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit und der Ausschluss von Unterstützungsleistungen zur Integration in den Arbeitsmarkt hätten erst zur Armut dieser Menschen geführt, sagte Loheide.

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