Französischer Geistlicher nach Entführung in Kamerun wieder frei

Französischer Geistlicher nach Entführung in Kamerun wieder frei
Mehr als sechs Wochen nach seiner Entführung im Norden Kameruns ist ein französischer Geistlicher am Neujahrstag nach Paris zurückgekehrt. Der katholische Priester Georges Vandenbeusch wurde am frühen Morgen auf einer Luftwaffenbasis am Rand von Paris von Frankreichs Staatspräsident François Hollande empfangen.

Vandenbeusch war am 17. November nahe der Grenze zu Nigeria verschleppt worden. Die nigerianische Terrorgruppe Boko Haram hatte sich kurz darauf zur Entführung bekannt. Am Dienstag war Vandenbeusch überraschend freigekommen. Die Umstände blieben zunächst unklar.

Im französischen Auslandsrundfunk RFI sagte Vandenbeusch, er habe die anderthalb Monate seiner Gefangenschaft "unter einem Baum" verbracht. Mit seinen beiden Wächtern habe er sich wegen Sprachbarrieren nicht verständigen können. "Es war eine Zeit von schrecklicher Langeweile, Traurigkeit und Wut", so Vandenbeusch.

Hollande dankte am Mittwoch Kameruns Präsident Paul Biya für seine Unterstützung bei der Befreiung des 42-jährigen Priesters. Frankreichs Regierungschef Laurent Fabius erklärte, Frankreich habe kein Lösegeld gezahlt.
 

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