Weltkirchenrat erinnert an Nelson Mandela

Weltkirchenrat erinnert an Nelson Mandela
Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat mit einem Gottesdienst des ehemaligen Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela, gedacht.

ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit würdigte den verstorbenen Freiheitskämpfer und Staatsmann am Montag in Genf als "Geschenk für die ganze Welt". Mandela habe der Welt geholfen, an die Menschlichkeit zu glauben.

"Keiner von uns kann wie er sein. Wir alle können ihn ehren. Wir alle können von ihm lernen", unterstrich der norwegische Lutheraner Tveit. Mandela sei ein Befreier gewesen, der durch die Kraft seiner bemerkenswerten Persönlichkeit die Würde der Afrikaner nach Jahrhunderten von Kolonialismus, Unterdrückung und Diskriminierung erhoben hat".

In Genf erinnerte Generalsekretär Tveit auch an die engen Bande zwischen Mandela und dem Weltkirchenrat: "Kurz nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis besuchte er unsere Genfer Zentrale im Juni 1990, um seinen Dank für die Unterstützung der Kirchen im Kampf gegen die Apartheid auszudrücken."

Der ÖRK hatte das rassistische Regime am Kap immer wieder öffentlich angeprangert und die unterdrückten Schwarzen und Farbigen etwa durch Bildungsprogramme gefördert. Während seiner Amtszeit als südafrikanischer Präsident hatte Mandela 1998 vor der 8. Vollversammlung des ÖRK in Harare, Simbabwe, gesprochen.

Mandela war am 5. Dezember im Alter von 95 Jahren gestorben. Der Weltkirchenrat umfasst rund 350 protestantische, anglikanische, orthodoxe und altkatholische Kirchen sowie Freikirchen mit mehr als 500 Millionen Christen. Die katholische Kirche ist kein Mitglied.

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