Mandela-Trauerfeier in Berlin: Altbischof würdigt Einsatz für Versöhnung

Mandela-Trauerfeier in Berlin: Altbischof würdigt Einsatz für Versöhnung
"Die ganze Welt trauert um diesen ungewöhnlichen, gradlinigen, Versöhnung praktizierenden Menschen und Staatsmann", sagte der evangelische Berliner Altbischof Martin Kruse am Mittwochabend bei einer Trauerfeier für Nelson Mandela im Berliner Dom.

Größer als die Trauer seien aber das Staunen über dieses ungewöhnliche Leben und Wirken sowie die Dankbarkeit dafür, dass Mandela dazu berufen war, nach 27 Jahren im Gefängnis versöhnende Kraft auszustrahlen und die Apartheid zu überwinden.

Zum Gottesdienst auf Einladung der evangelischen Kirche und der südafrikanischen Botschaft wurden Politiker und Vertreter des diplomatischen Corps erwartet. Angekündigt hatte sich unter anderem Altbundespräsident Horst Köhler. Der Botschafter Südafrikas in Deutschland, Makhenkesi Arnold Stofile, wollte eine Ansprache halten. Zudem hatten die Berliner Gelegenheit, sich in das Kondolenzbuch der Botschaft einzutragen.

Der ehemalige südafrikanische Präsident Mandela, der für seinen Kampf gegen die Rassentrennung in seiner Heimat als Freiheitsheld verehrt wird, war am vergangenen Donnerstag gestorben. Er wurde 95 Jahre alt. Am Dienstag trauerten Zehntausende bei der offiziellen Trauerfeier in Johannesburg um das ehemalige Staatsoberhaupt.

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