Waffenruhe der Farc weckt neue Hoffnung auf Frieden in Kolumbien

Waffenruhe der Farc weckt neue Hoffnung auf Frieden in Kolumbien
Ein Aufruf der kolumbianischen Guerillaorganisation Farc zu einer einmonatigen Waffenruhe hat neue Hoffnung auf ein Ende des Bürgerkriegs in dem südamerikanischen Land geweckt.

In einer am Sonntag (Ortszeit) in der kubanischen Hauptstadt Havanna verlesenen Erklärung der Farc hieß es, alle Guerillaeinheiten würden angewiesen, die Feindseligkeiten für 30 Tage einzustellen. Der Waffenstillstand sei zwar einseitig, die Bewegung hoffe aber, dass die kolumbianische Regierung ebenfalls ihre Kampfhandlungen einstellen werde. Die Feuerpause soll am 15. Dezember in Kraft treten.

Die Erklärung folgte nur einen Tag nach einem Angriff der Farc auf einen Armeeposten im Südosten des Landes, bei dem acht Soldaten getötet und 22 verletzt wurden. Präsident Juan Manuel Santos äußerte sich zunächst nicht zu der angekündigten Waffenruhe. Nach dem Anschlag hatte er jedoch getwittert, dass die militärische Offensive "ohne eine Minute Pause" weitergehen müsse.

Regierung und Farc führen seit Mitte November 2012 erstmals seit zehn Jahren wieder Friedensgespräche. Ziel ist es, den seit fast 50 Jahren andauernden Bürgerkrieg zwischen Guerilla, Armee und rechtsextremen Paramilitärs zu beenden. Die Farc verfügt Schätzungen zufolge über etwa 10.000 Kämpfer.

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