Klimakatastrophen in Haiti, Philippinen und Pakistan am schlimmsten

Klimakatastrophen in Haiti, Philippinen und Pakistan am schlimmsten
Im vergangenen Jahr sind Haiti, die Philippinen und Pakistan am schwersten von Wetterkatastrophen getroffen worden. Das geht aus dem globalen Klima-Risiko-Index von Germanwatch hervor, den die Organisation am Dienstag am Rande der Weltklimakonferenz in Warschau vorstellte.

"Als der Hurrikan 'Sandy' über New York zog, beherrschte er im Oktober vergangenen Jahres die internationalen Schlagzeilen", sagte Sönke Kreft von Germanwatch. "Es war allerdings Haiti, das die größten Verluste zu beklagen hatte."

Die Philippinen landeten auf dem Risiko-Index für 2012 auf dem zweiten Platz - obwohl der verheerende Taifun Haiyan noch nicht berücksichtigt wurde. Das Land werde aber immer wieder von Wetterextremen heimgesucht, betonte Kreft. 2012 wütete dort etwa der Taifun "Bopha". Pakistan war in den vergangenen Jahren immer wieder von gewaltigen Überschwemmungen betroffen.

Der Index zeigt aber auch deutliche Klimaschäden in Industrieländern. Besonders betroffen waren demnach osteuropäische Länder wie der Klimakonferenz-Gastgeber Polen. In Osteuropa, auf dem Balkan und im Süden Russlands gab es 2012 langwierige Dürreperioden. Serbien liegt im daher im aktuellen Klima-Risiko-Ranking auf dem sechsten Platz.

"Unsere Ergebnisse müssen als Weckruf verstanden werden"

Auf der zweiwöchigen Konferenz wird über einen neuen Klimavertrag beraten, der 2015 besiegelt werden und 2020 in Kraft treten soll. Das neue Abkommen soll Klimaschutz-Ziele für alle Staaten enthalten, auch für die großen Schwellenländer und die USA, die sich bislang international nicht binden wollten.

"Unsere Ergebnisse müssen als Weckruf verstanden werden für eine ambitioniertere internationale Klimapolitik und eine bessere Vorsorge vor klimabedingten Katastrophen", forderte Kreft. Dabei sollten die Industrieländer die wesentlich stärker von Klimaschäden betroffenen Entwicklungsländer besser unterstützen.

Für den Klima-Risiko-Index werden die Folgen von Wetterextremen wie Todesopfer und ökonomische Verluste erfasst. 180 Länder wurden untersucht. Honduras, Birma (Myanmar) und Haiti waren dem Index zufolge seit 1993 am stärksten von Klimakatastrophen betroffen.

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