Syrien-Konferenz erneut verschoben

Syrien-Konferenz erneut verschoben
Die für den 23. November in Genf angestrebte Friedenskonferenz zu Syrien ist erneut verschoben worden. Trotz anhaltender Bemühungen um ein baldiges Treffen könne er kein Datum nennen, erklärte der internationale Syrien-Vermittler Lakhdar Brahimi am Dienstagabend in Genf.

Die Vereinten Nationen seien bereit, und er hoffe, dass die Konferenz noch in diesem Jahr beginnen könne, sagte Brahimi, der im Auftrag der UN und der Arabischen Liga im Syrien-Konflikt vermittelt.

Für die Verzögerung sind nach seinen Angaben auch Uneinigkeiten innerhalb der syrischen Opposition verantwortlich. "Sie sind gespalten, das ist kein Geheimnis", erklärte er. Um das Leid der Menschen zu beenden, sei eine politische Lösung vordringlich, betonte Brahimi. "Eine militärische Lösung gibt es nicht." Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass es dennoch bald eine Einigung auf eine Delegation der Opposition geben werde.

Am 25. November ist ein weiteres Treffen von Diplomaten der Vereinten Nationen, der USA und Russlands geplant, die seit Monaten um das Zustandekommen der Syrien-Konferenz ringen. Ein Streitpunkt ist, dass syrische Aufständische als Vorbedingung den Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad fordern.

Brahimi kündigte zudem eine zweite Geberkonferenz für die syrischen Flüchtlinge an. Gastgeber werde Kuwait sein. Er forderte die Geber auf, ebenso großzügig zu sein wie bei einem ersten Treffen, das Zusagen von 1,5 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) eingebracht hatte.

Seit Beginn des Syrien-Konflikts im März 2011 sind nach UN-Angaben 2,6 Millionen Menschen in Nachbarländer geflohen. Im Land selbst sind 4,2 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Situation verschlechtere sich von Tag zu Tag, erklärte am Wochenende die UN-Koordinatorin für humanitäre Angelegenheiten, Valerie Amos, in New York. Inzwischen seien von den 23 Millionen Syrern 9,3 Millionen auf Hilfe angewiesen.

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