Empörung in Kenia nach fast straffreier Gruppenvergewaltigung

Empörung in Kenia nach fast straffreier Gruppenvergewaltigung
In Kenia sorgt der lasche Umgang der Polizei mit einem Fall von Gruppenvergewaltigung für Empörung.

Wie die Tageszeitung "Daily Nation" am Donnerstag berichtete, nahm die Polizei erst Ermittlungen auf, nachdem der Fall am Dienstag durch einen Zeitungsbericht bekannt wurde. Die Tat liegt bereits drei Monate zurück. Damals vergewaltigten mehrere Männer eine Schülerin und stießen sie anschließend in eine stillgelegte Latrine. Die Jugendliche zog sich dabei eine Verletzung am Rückgrat zu und ist seitdem querschnittsgelähmt.

Das Mädchen erkannte laut einem BBC-Bericht drei von insgesamt sechs Tätern und nannte der Polizei deren Namen. Den Medienberichten zufolge trug die Polizei den Tätern "zur Strafe" lediglich auf, das Gras auf einer Wiese zu schneiden. Außerdem befahlen sie den Eltern, die das Verbrechen anzeigten, ihre Tochter gründlich zu waschen, bevor sie ärztliche Hilfe im Krankenhaus suchten. Damit sind wichtige Beweise vernichtet.

Eine kenianische Menschenrechtsaktivistin sagte der BBC, das Strafmaß für eine solche Tat betrage bis zu 15 Jahren Haft. Die Zahl der Vergewaltigungen in Kenia habe zuletzt deutlich zugenommen.

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