Hamburger Bischöfin Fehrs warnt vor ökologischer Katastrophe

Hamburger Bischöfin Fehrs warnt vor ökologischer Katastrophe
Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs hat dazu aufgerufen, der Zerstörung der Schöpfung die Stirn zu bieten. Die Erde sei "ein wunderbarer Wohnplatz", doch die Menschheit steuere auf eine ökologische Katastrophe zu, sagte Fehrs am Freitag beim ökumenischen "Tag der Schöpfung" in Hamburg.

Eingeladen unter dem Motto "Gottes Schöpfung - Lebenshaus für alle" hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Den ökumenischen Gottesdienst in der Russisch-orthodoxen Kirche leitete der ACK-Vorsitzende und katholische Bischof Karl-Heinz Wiesemann aus Speyer. Im Anschluss hielt der Klimaforscher Hartmut Graßl den Festvortrag im Hanseatischen Oberlandesgericht.

Graßl, ehemaliger Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg, warnte vor den Folgen der vom Menschen verursachten globalen Klimaveränderungen. Schon 2007 habe der Weltklimarat darauf hingewiesen, dass ein Temperaturanstieg von bis zu 2,5 Grad Celsius zu einem Aussterben von etwa 20 bis 30 Prozent aller bekannten Pflanzen- und Tierarten führen könne.

Bischöfin Fehrs sagte, im Staunen und im Gebet lasse sich lernen, die Schönheit der Schöpfung zu ehren. "Die Erde und ihr natürlicher Reichtum gehören eben nicht den Reichen und Mächtigen der Erde und schon gar nicht den globalen Wirtschaftsunternehmen und Börsenspekulanten", betonte die evangelische Theologin.

Die Anregung zu einem ökumenischen Schöpfungstag stammt aus der orthodoxen Kirche, wurde 2001 in die "Charta Oecumenica" aufgenommen und in Deutschland 2010 von der ACK eingeführt. Die Arbeitsgemeinschaft repräsentiert nach eigenen Angaben etwa 50 Millionen Christen in Deutschland.

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