Trittin verteidigt Grünen-Forderung nach "Veggie Day"

Trittin verteidigt Grünen-Forderung nach "Veggie Day"
Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin hat die umstrittene Forderung seiner Partei nach einem vegetarischen Tag in Kantinen verteidigt.

Ohne die Grünen würde "niemand über die klimaschädliche, unsoziale, gesundheitsgefährdende und teure Fleischproduktion reden", sagte Trittin der "Welt am Sonntag". "Es schärft das Bewusstsein und erweitert die Speisekarte, wenn wir in öffentlichen Kantinen einen Tag haben, an dem man sich fleischlos ernähren kann."

Politische Parteien hätten "geradezu die Pflicht, die Bürger auch auf diese Weise für solche Themen zu sensibilisieren", betonte der Fraktionsvorsitzende. "Anders sind Missstände in der Gesellschaft nicht zu beheben." Auf einem Planeten mit sieben Milliarden Menschen "betrifft mein Essverhalten nicht nur mich selbst, sondern unter anderem auch das Klima", fügte Trittin hinzu. "Wir wollen Nachdenklichkeit für diese Verantwortung auslösen."

Im Bundestagswahl-Programm der Grünen 2013 steht: "Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein 'Veggie Day' sollen zum Standard werden." Der Vorschlag löste ein geteiltes Echo aus. Kritiker warnen davor, den Menschen vorzuschreiben, was sie zu essen haben.

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