Texas vollstreckt 500. Hinrichtung im Bundesstaat

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Texas vollstreckt 500. Hinrichtung im Bundesstaat
Im US-Bundesstaat Texas ist am Mittwoch (Ortszeit) die 500. Hinrichtung seit Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1982 vollstreckt worden.

Im Hochsicherheitsgefängnis von Huntsville wurde die Afro-Amerikanerin Kimberly McCarthy (52) per Giftspritze hingerichtet. Medienberichten zufolge war sie für den Mord an einer Nachbarin verurteilt worden. 1997 hatte sie in Lancaster (Texas) die 71-jährige Dorothy Booth zu Tode gestochen und ausgeraubt. McCarthy soll zur Tatzeit drogenabhängig gewesen sein.

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Texas gilt als Staat mit besonders vielen Hinrichtungen. Rund 40 Prozent der Hinrichtungen in den USA werden in Texas vollstreckt. 1972 hat das Oberste US-Gericht die Todesstrafe in den USA als "grausam und ungewöhnlich" abgeschafft. Die Richter bewilligten später jedoch revidierte Todesstrafengesetze, in Texas wurden Hinrichtungen ab 1982 wieder legal. Im Jahr 2000 hat Texas 40 Todesurteile vollstreckt. Im Jahr 2013 wurden bisher acht Menschen hingerichtet.

McCarthys Anwältin Maurie Levin beklagte in der Zeitung "Dallas Morning News", unter den zwölf Geschworenen beim Prozess sei nur ein Afro-Amerikaner gewesen. Die ermordete Booth war eine Weiße.