Integrationsbeauftragte Böhmer will "Willkommenskultur"

Integrationsbeauftragte Böhmer will "Willkommenskultur"
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), setzt sich für einen gesellschaftlichen "Klimawandel" bei der Eingliederung von Zuwanderern in Deutschland ein.

"Notwendig ist eine echte Willkommens- und Anerkennungskultur, die in der ganzen Gesellschaft gelebt wird", sagte die Staatsministerin am Montag in Saarbrücken. Deutschland sei ein Zuwanderungsland, "geradezu ein Magnet", inzwischen auch für immer mehr Menschen aus EU-Staaten. In Saarbrücken tagt bis Dienstag die Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen.

Besonders wichtig sei es, in den Städten und Gemeinden auf die Migranten zuzugehen, die sich aktiv einbringen wollten, fügte Böhmer hinzu. "Gefordert sind neben Arbeitgebern, Vereinen und jedem Einzelnen auch die Ausländerbehörden, die sich verstärkt zu Servicestellen entwickeln sollten."

"Das Gesetz greift"

Zuwanderung und Integration müssten Hand in Hand gehen, sagte die Integrationsbeauftragte weiter. Durch das im April 2012 in Kraft getretene Berufs-Anerkennungsgesetz könnten sich Zuwanderer besser mit ihren Fähigkeiten einbringen. Zugleich sei das Gesetz ein "Zeichen der Wertschätzung der Lebensleistung der Zuwanderer". Nach einem Jahr seien bereits rund 30.000 Anträge auf Anerkennung von Berufsabschlüssen gestellt worden, berichtete Böhmer. 96 Prozent davon seien ganz oder teilweise anerkannt worden: "Das belegt, dass das Gesetz greift."

Die Rolle der Kommunen als Ort des Willkommens ist Thema eines der fünf Foren, mit denen sich die rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der zweitägigen Tagung beschäftigen wollen. In den anderen Foren wird etwa über den Umgang der Gesellschaft mit Flüchtlingen, gemeinsame Aktionen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie das Zusammenleben in Vereinen diskutiert.

Nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamt ist die Zahl der Zuwanderer in die Bundesrepublik weiter gestiegen. Danach zogen im vergangenen Jahr 1,08 Millionen Menschen nach Deutschland. Das waren 123.000 mehr als im Vorjahr (plus 13 Prozent).

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