Schockanrufer haben kein Glück bei Pfarrern

Schockanrufer haben kein Glück bei Pfarrern
Sogenannte Schockanrufe haben Pfarrer in den evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg in den vergangenen Tagen beschäftigt.

Wegen eines angeblichen Todesfalles wollten die Anruferinnen in zwei Fällen schnell Geld überwiesen haben. Sie hatten mit ihren betrügerischen Versuchen aber kein Glück. Die Pfarrer hätten die Situation überprüft und so den Betrug herausgefunden, sagte der Sprecher der württembergischen Landeskirche, Oliver Hoesch, am Dienstag dem epd.

Im nordwürttembergischen Raum bei Crailsheim und im äußersten nordöstlichen Baden bei Wertheim hatten sich am vergangenen Mittwoch und an diesem Montag Schockanruferinnen in jeweils einem Pfarramt gemeldet. Beide Pfarrer hatten dann die Polizei informiert, die nach Medienberichten jetzt davon ausgeht, dass es weitere solche Anrufe geben wird. In den Landeskirchen in Baden und Württemberg waren bisher keine solchen Vorfälle bekanntgeworden.

In dem Fall bei Crailsheim hatte die Anruferin gesagt, ein Gemeindemitglied sei im Ausland tödlich verunglückt und sie brauche deshalb Geld. Die angeblich Verunglückte war aber vom Pfarramt aus telefonisch zu erreichen. Im Raum Wertheim hatte die Anruferin angegeben, ihr eigener Mann und ihr Kind seien auf der Rückfahrt vom Urlaub tödlich verunglückt und sie benötige Geld für die Heimreise. Es stellte sich heraus, dass der genannte Name und die angegebene Heimatadresse falsch waren.

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