CSU-Arbeitskreis für Reformations-Feiertag 2017

CSU-Arbeitskreis für Reformations-Feiertag 2017
Der Evangelische Arbeitskreis der CSU unterstützt die Forderung, den Reformationstag im Jahr 2017 zum bundesweit gesetzlichen Feiertag zu erklären.

Darüberhinaus könne der 31. Oktober dauerhaft ein "Ermahnungstag zur Einheit der Christen" werden, sagte der bayerische Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises, Christian Schmidt, in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Mit dem Jubiläum 2017 feiern die protestantischen Christen den 500. Jahrestag des Anschlags der 95 Thesen Martin Luthers (1483-1546) an die Schlosskirche zu Wittenberg, der als Beginn der Reformation gilt. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte angeregt, den Jahrestag der Reformation einmalig mit einem bundesweiten Feiertag zu begehen.

Einmaligen arbeitsfreien Tag

Diese Forderung hatten Bundes- und Landespolitiker unterstützt. Neben Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) befürworteten auch die Regierungschefs von Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, sowie das Land Hessen einen einmaligen arbeitsfreien Tag am 31. Oktober 2017. In den ostdeutschen Bundesländern mit Ausnahme von Berlin ist der Reformationstag bereits ein regulärer gesetzlicher Feiertag.

Den Wunsch der evangelischen Landeskirchen, den Buß- und Bettag als gesetzlichen Feiertag wiedereinzuführen, sieht der CSU-Politiker Schmidt dagegen kritisch. Der Bußtag war 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern bis auf Sachsen abgeschafft worden. "Befürworte ich die Wiedereinführung, muss ich darüber nachdenken, was das für die Pflegeversicherung bedeutet", sagte Schmidt. Die Kirche wage sich in dieser Frage zu weit in politisches Terrain.

Welche Inhalte erreichen Kirchenmitglieder

Anstatt über den Buß- und Bettag nachzudenken, müsse die evangelische Kirche sich zuerst die Frage stellen, mit welchen Inhalten sie ihre Mitglieder erreicht. "Wenn mir ein 20-Jähriger schreibt, dass er mit weitem Abstand der Jüngste im Gottesdienst ist, dann wundere ich mich schon", sagte der CSU-Bundestagsabgeordnete. Der Buß- und Bettag mache nur Sinn, wenn er auch als solcher verstanden werde. Der Feiertag könnte beispielsweise ohne Probleme auch auf einen Sonntag gelegt werden.

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