Haitis Ex-Präsident Aristide muss vor Gericht aussagen

Haitis Ex-Präsident Aristide muss vor Gericht aussagen
Ein Gericht in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince hat den früheren Präsidenten Jean Bertrand Aristide für diesen Mittwoch vorgeladen.

Wie die Staatsanwaltschaft  örtlichen Medien zufolge mitteilte, werden Aristide Vertrauensmissbrauch, Betrug und Diebstahl sowie das Agieren in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Eine entsprechende Strafklage wurde im Dezember von einer Gruppe haitianischer Bürger eingereicht. Sie werfen dem früheren Präsidenten vor, ein Sozialwerk für Straßenkinder - das frühere, staatsnahe Hilfswerk Fanmi Selavi - zur persönlichen Bereicherung missbraucht zu haben. Aristides Anwälte wiesen die Vorwürfe als politisch motivierte Verfolgung zurück.

Der frühere Armenpriester war 1990 der erste frei gewählte Präsident Haitis. Er regierte den Karibikstaat mit Unterbrechungen bis 2004. Nach Massenprotesten gegen seine Amtsführung und massiven Korruptionsvorwürfen ging er ins Exil. Im März 2011 kehrte er zurück.

Aristide verfügt in Haiti immer noch über zahlreiche Anhänger, vor allem in den Armenvierteln. Sie lieferten sich in den vergangenen Monaten wiederholt gewalttätige Auseinandersetzungen mit den staatlichen Sicherheitskräften.

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