Belegschaft will "Frankfurter Rundschau" retten

Belegschaft will "Frankfurter Rundschau" retten
Die Belegschaft der insolventen "Frankfurter Rundschau" will versuchen, die Zeitung zu erhalten.

Man werde "mit allem Nachdruck Möglichkeiten suchen und Wege erkunden, die das Erscheinen der 'Frankfurter Rundschau' dauerhaft sichern", heißt es in einer Erklärung der FR-Mitarbeiter, die am Mittwoch auf der Titelseite der Zeitung veröffentlicht wurde. Dieses Ziel sei zu erreichen, wenn die Leser der FR treu blieben.

Die Insolvenznachricht am Dienstag sei ein Schock gewesen. Der "schreckliche Tag für die Belegschaft" sei aber nicht gleichbedeutend mit dem Ende der FR. Die Zeitung habe eine lange, stolze und wechselvolle Geschichte. "Wir werden alles dafür tun, dass diese Geschichte weitergeht."

Die Auflage sinkt

Das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main, das die FR herausgibt, hatte am Dienstagmorgen Insolvenz angemeldet. Grund seien massive Umsatzverluste im Anzeigen- und Druckgeschäft in der ersten Hälfte des laufenden Jahres, erklärten die Hauptgesellschafter der FR, der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg und die Medienholding der SPD, die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft. Der Rechtsanwalt Frank Schmitt wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt.

Die FR, die noch gut 500 Mitarbeiter beschäftigt, ist trotz zahlreicher Sparrunden seit Jahren defizitär. Auch die Auflage sinkt: Im dritten Quartal 2012 verkaufte das Blatt durchschnittlich knapp 118.000 Exemplare pro Tag. Vor zehn Jahren waren es noch gut 183.000.
 

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