Außenpolitiker im Bundestag für Aufnahme syrischer Flüchtlinge

Außenpolitiker im Bundestag für Aufnahme syrischer Flüchtlinge
Außenpolitiker aller Bundestagsparteien plädieren für die Aufnahme syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge in Deutschland. "In Syrien gibt es eine humanitäre Katastrophe. Deutschland sollte Flüchtlinge aufnehmen", sagte Rainer Stinner (FDP) der "Welt" vom Freitag.

Der Sozialdemokrat Rolf Mützenich sagte der Zeitung: "Moralisch wäre eine Aufnahme in Deutschland grundsätzlich geboten." Er forderte außerdem einen Abschiebungsstopp und unbürokratische Unterstützung für in Not geratene Syrer in Deutschland.

Der CDU-Politiker Philipp Mißfelder sprach sich dafür aus, ausgewählte Flüchtlinge ins Land zu lassen: "Große Sorgen macht mir die Lage der Christen in Syrien, da der Bürgerkrieg vor allem auch religiös motiviert ist. Deshalb sollte Deutschland an dieser Stelle eine Aufnahme von Flüchtlingen nicht ausschließen."

Die frühere Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Kerstin Müller (Grüne), wies darauf hin, dass die meisten Flüchtlinge derzeit zwar in der Nähe ihrer Heimat bleiben und schnell in ihr Land zurückkehren wollten. Ihnen müsse vor Ort geholfen werden. "Aber Deutschland sollte angesichts der dramatischen humanitären Lage auch anbieten, selbst Menschen aus Syrien aufzunehmen, um die Anrainerstaaten zu entlasten", sagte Müller der "Welt" 

Wolfgang Gehrcke (Linke) forderte in der Zeitung ebenfalls, dass Deutschland seine Grenzen öffnet. Darüber hinaus solle sich die Bundesregierung auch in Europa für die Aufnahme von Flüchtlingen einsetzen und die Behandlung Verletzter in deutschen Krankenhäusern ermöglichen. Stinner, Mützenich, Müller, Gehrcke und Mißfelder sind die Obleute ihrer Fraktionen im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags.

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