Entscheidung über anglikanische Bischöfinnen verschoben

Entscheidung über anglikanische Bischöfinnen verschoben
Die Generalsynode der Kirche von England hat die für Montag angesetzte Entscheidung über das Bischofsamt für Frauen vertagt.

Der im Mai geänderte Gesetzesentwurf zur Einsetzung von weiblichen Bischöfen soll nach dem Beschluss der anglikanischen Generalsynode im September von den Bischöfen neu diskutiert werden, wie die Kirche von England in York mitteilte. Hierfür hatten sich 288 Delegierte ausgesprochen, 144 stimmten dagegen. Es gab zwei Enthaltungen.

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Die Einsetzung von weiblichen Bischöfen ist innerhalb der anglikanischen Kirche umstritten. Traditionalisten haben sich gegen die Weihe von Frauen als Bischöfe ausgesprochen und mit Abspaltung gedroht. Im Mai hatten die Bischöfe daher eine Änderung des Gesetzentwurfes bewilligt, nach dem Gemeinden, die eine Frau als Bischöfin in ihrer Diözese ablehnen, einem hinzugezogenen männlichen Bischof unterstellt werden können.

Diese Änderung soll nun von den Bischöfen erneut diskutiert werden. Es wird erwartet, dass im November erneut die Generalsynode einberufen wird, um abschließend über die Einführung von weiblichen Bischöfen zu beraten. Bereits 2005 hatte die Generalsynode der anglikanischen Kirche die Ordination von Frauen zu Bischöfen grundsätzlich befürwortet. Seither dauert jedoch das Ringen um die kirchenrechtlichen Änderungen an.