Genf (epd). Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die Gewalt Israels gegen Palästinenserinnen und Palästinenser im Gaza-Streifen angeprangert. Die israelischen Streitkräfte hätten in dem Gebiet seit Beginn der Waffenruhe mit der Hamas vor knapp einem Jahr mehr als 1.300 Menschen getötet, sagte Türk am Montag vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf. Zudem schränke Israel weiter die Lieferung von Hilfsgütern für die rund zwei Millionen Menschen im Gaza-Streifen ein.
Die Pläne einiger israelischer Politiker zur Deportation aller Palästinenser aus dem Gaza-Streifen seien entsetzlich, betonte Türk. Besorgniserregend seien aber auch die Taten bewaffneter Gruppen, die mit der Hamas verbunden seien. Diese Gruppen hätten Palästinenser, die sie der Kollaboration mit Israel verdächtigen, gefoltert und exekutiert.
Kritik an Siedlungsbau
Der UN-Hochkommissar kritisierte auch den Bau neuer Siedlungen durch Israel im Westjordanland. Der Siedlungsbau halte trotz klarer Rechtssprechung dagegen durch den Internationalen Gerichtshof an.
Die Hamas hatte 2023 Israel aus dem Gaza-Streifen heraus überfallen. Israel reagierte mit einer massiven Militärkampagne im Gaza-Streifen. Seit Oktober 2025 herrscht eine brüchige Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas.



