UN: Ebola breitet sich im Ost-Kongo rasant aus

Eine freiwillige Helferin im Gespräch mit einer Frau
Moses Sawasawa/AP/dpa/Moses Sawasawa
Bunia: Vanny Birungi (r), eine Freiwillige des Roten Kreuzes, geht während einer öffentlichen Sensibilisierungskampagne inmitten des Ebola-Ausbruchs in Bunia von Haus zu Haus.
Bereits zum 17. Mal
UN: Ebola breitet sich im Ost-Kongo rasant aus
Die vom Ebola-Virus betroffenen Gebiete übersteigen laut den UN die Fläche Frankreichs. Etwa 2.500 Menschen sind bislang gestorben.

Die tödliche Ebola-Krankheit breitet sich laut den UN im Osten der Demokratischen Republik Kongo exponentiell aus. Rund 2.500 Menschen seien inzwischen gestorben, die Hälfte davon in den vergangenen 20 Tagen, erklärte der Ebola-Koordinator der UN, Julian Harneis, am Freitag in Genf.

Die Krankheit wütet den Angaben in einer Region, die seit Jahrzehnten von Konflikten geprägt ist und in der ohnehin ein enormer humanitärer Bedarf herrscht.

Die Gewalt habe allein in der Provinz Ituri eine Million Menschen in die Flucht gezwungen und Recht und Ordnung untergraben. Auch das Gesundheitssystem sei stark belastet, Mitarbeiter seien angegriffen, Krankenwagen in Brand gesetzt und mit Steinen beworfen worden.

17. Ausbruch im Kongo

Für den Kongo ist es ist die 17. dokumentierte Ebola-Epidemie seit der Entdeckung des Virus 1976 - und schon jetzt die tödlichste. Die Weltgesundheitsorganisation warnte, dass sich der aktuelle Ausbruch zur schlimmsten jemals erfassten Krise ausweiten könne. Auslöser ist das Bundigubyo-Virus, gegen den es weder zugelassenen Medikamente noch einen Impfstoff gibt.

Das Ebola-Fieber ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die über Körperflüssigkeiten übertragen wird, etwa bei der Pflege von Kranken oder auch bei der Aufbahrung der Verstorbenen, die über den Tod hinaus infektiös sind.