Schifffahrtsamt stellt Schifffahrt auf Rhein nicht ein

Schifffahrtsamt stellt Schifffahrt auf Rhein nicht ein
Der Wasserstand in den Flüssen sinkt und die Frachtschifffahrt ist mancherorts kaum noch möglich. Wie lange die Schiffe fahren, entscheidet allerdings nicht die Behörde.

Bingen, Kaub (epd). Die Schifffahrt auf dem Mittel- und Niederrhein zwischen Mainz und der niederländischen Grenze wird täglich weniger. Die Personen- und Frachtschifffahrt sei „auf einen kleinen Bruchteil“ zurückgegangen", sagte der Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein in Bingen, Florian Krekel, am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Grund sind die fehlenden Niederschläge und die Hitze.

Wie lange auf dem Rhein südlich von Mainz noch Schiffe fahren werden, könne er nicht prognostizieren, sagte Krekel. Das Amt werde kein Fahrverbot aussprechen, für die Beladung und Fahrt der Schiffe seien die Schiffsführer oder die Redereien zuständig. „Allerdings fahren mit jedem Zentimeter weniger Wasser im Fluss auch weniger Schiffe“, fügte er hinzu.

Fahrrinne bei Kaub knapp 130 Zentimeter tief

Der Pegelstand in Kaub zeigt aktuell einen Wert von 15 Zentimetern. Seit der Pegel existiert, sei ein solch niedriger Wert nicht gemessen worden. Der bisherige Tiefstand von Oktober 2018 lag bei 25 Zentimetern. Der Pegelstand gibt Auskunft über die Wassertiefe an einer bestimmten Stelle im Fluss, nicht über die Wassertiefe der Fahrrinne. Die liege bei Kaub aktuell bei knapp 130 Zentimetern, sagte Krekel.

Die Prognose des Portals Elwis der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zeigt einen einstelligen Pegelstand Kaub erstmals für Samstag. Morgens um 5 Uhr soll er bei 9 Zentimetern liegen.