Berlin (epd). Mit Blick auf das Niedrigwasser in vielen deutschen Flüssen fordert der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) mehr natürliche Wasserspeicher. „Unsere Flüsse trocknen nicht nur aus, weil es zu wenig regnet. Wir haben über Jahrzehnte die natürlichen Wasserspeicher unserer Landschaft zerstört“, erklärte der Leiter des Nabu-Instituts für Fluss- und Auenökologie, Rocco Buchta, am Dienstag in Berlin: „Moore wurden entwässert, Wälder verloren ihre Speicherfähigkeit und viele Auen wurden von den Flüssen abgeschnitten.“
Ökosysteme wie ein Schwamm
Früher hätten diese Ökosysteme wie ein riesiger Schwamm gewirkt, der Wasser zurückhält und langsam wieder abgibt. Heute rausche Wasser nach Starkregen schneller ab und fehle den Flüssen in langen Trockenphasen, fügte Buchta hinzu: „Wenn wir unsere Gewässer widerstandsfähiger machen wollen, müssen wir deshalb nicht nur über Wasserverbrauch sprechen, sondern unsere Landschaft wieder in die Lage versetzen, Wasser zu speichern“. Dies schütze nicht nur gegen Dürre, sondern auch gegen Hochwassergefahren.
Mit nach eigenen Angaben mehr als 980.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete Nabu der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der Verband engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der



