Berlin (epd). Für die kommerzielle Wasserentnahme aus dem Grundwasser und von Oberflächengewässern sollte es nach Ansicht des Deutschen Städtetags möglichst einheitliche Gebühren geben. „Die Entnahmeentgelte für Gewerbe, Industrie und landwirtschaftliche Betriebe müssen so gestaltet sein, dass sie auch einen Anreiz zum Wassersparen setzen“, sagte Städtetag-Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Die daraus generierten Mittel könnten wiederum vermehrt für Gewässerschutz und Klimaanpassung eingesetzt werden.
„Derzeit gibt es in 13 von 16 Bundesländern entsprechende Entnahmeentgelte - Höhe und Ausnahmeregelungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland teilweise deutlich“, betonte Schuchardt. „Da brauchen wir bundeseinheitliche Regelungen.“ Bund und Länder seien dementsprechend gefordert, zu handeln. „Früher galt Wasser in Deutschland vielen als unbegrenzte Ressource. Dem ist nicht mehr so“, unterstrich er. Zwar sei die Wasserversorgung in Deutschland grundsätzlich sicher, jedoch müssten alle bewusster mit Grundwasser und Wasser aus Flüssen, Bächen und Seen umgehen als früher.
Mehr lokale Wasserspeicher und Anbau anderer Pflanzen
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, André Berghegger, warb in den Funke-Zeitungen dafür, lokale Wasserspeicher auszubauen und den Bau „von modernen, klimaneutralen Verbundstrukturen mit benachbarten Trinkwasserversorgern verstärkt in den Blick“ zu nehmen. „Auch die Landwirtschaft ist aufgerufen, schon beim Anbau auf Pflanzen zu setzen, die mit weniger Wasser auskommen“, erklärte er. „Je nach Region werden wir auch zusätzliche Verbundnetze und Fernleitungen benötigen, um regionale Unterschiede bei der Wasserverfügbarkeit auszugleichen.“




