Unicef: 90 Prozent der Kleinkinder erhielten 2025 erste Impfungen

Unicef: 90 Prozent der Kleinkinder erhielten 2025 erste Impfungen
Das Hilfswerk Unicef meldet Erfolge bei der Impfung von Kindern: Die Immunisierungen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten sind wieder gestiegen. Allerdings gibt es auch noch Millionen "Null-Dosis-Kinder".

Genf (epd). Im vergangenen Jahr haben laut Unicef 90 Prozent der Kleinkinder weltweit mindestens eine der erforderlichen drei Impfdosen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten erhalten. Das seien rund 116 Millionen Kleinkinder gewesen, teilte das UN-Kinderhilfswerk am Mittwoch in Genf mit. Bei rund 110 Millionen Mädchen und Jungen war es die vollständige Dreifach-Impfserie, wie aus den jährlichen Schätzungen von Unicef und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Impfabdeckung hervorgeht.

Die beiden Impfwerte seien im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt gestiegen, hieß es. Zwar habe die weltweite Impfquote weiterhin einen Prozentpunkt unter dem Niveau von 2019, vor der Corona-Pandemie, gelegen. Doch Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell verwies auf die Fortschritte: „Regierungen und Gesundheitsfachkräfte haben dazu beigetragen, dass sich die weltweiten Impfquoten nach dem starken Einbruch während der Covid-19-Pandemie wieder erholt haben.“

Über 13 Millionen Kinder ohne Impfung

Allerdings erhielten den Daten zufolge im Jahr 2025 schätzungsweise noch 13,5 Millionen sogenannte Null-Dosis-Kinder in ihrem ersten Lebensjahr keine einzige Impfung. Zugleich hätten weltweit etwa 7,3 Millionen Säuglinge zwar ihre erste Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten, aber nicht die Masern-Erstimpfung bekommen. Die Masern-Impfquote stagniere und liege deutlich unter der erforderlichen Schwelle, die notwendig sei, um Ausbrüche dieses hochansteckenden Virus zu verhindern.