Die besten Bücher für den Sommer!

Frau liegt in Wiese mit Buch
Fundus/EMSZ/Jens Schulze
Leseempfehlungen von Eliport
Die besten Bücher für den Sommer!
Der Sommer ist da und mit ihm kommt das Freiluftlesen! Denn die Tage sind lang und was kann es Schöneres geben, als im Garten, im Park, auf dem Balkon oder am Strand in einem guten Buch zu versinken?! Wie in jedem Jahr sichtet das Evangelische Literaturportal Sommerbücher für Alt und Jung und gibt seine Empfehlung ab.

Grün ist der Tod

Grün ist der Tod. Ein Garten-Krimi. Kristina Hortenbach

Rosa Reich ermittelt wieder zwischen Blumen, Golfbällen und Mördern.
Mit Golf hat Gartenplanerin und Krimiliebhaberin Rosa eigentlich nichts am Hut.

Außer, dass sie den Außenbereich eines Bonner Golfclubs neu begrünen darf. Doch plötzlich liegt auf dem Golfplatz ein toter Golfspieler, der sich als Rosas ehemaliger Schüler erweist. Sofort fallen ihr Ungereimtheiten und das merkwürdige Verhalten einiger Clubmitglieder auf und Rosa beschließt auf eigene Faust zu ermitteln. Um nicht aufzufallen, begibt sie sich als Golfschülerin getarnt mitten unter die Verdächtigen. Sie lernt nicht nur allerhand Neues über den von ihr so belächelten Sport, sondern entdeckt überraschenderweise ihre eigene Begeisterung fürs Golfen. Unterstützt von ihrem Mops Archie, ihrem ehemaligen Kollegen Karl und ihrer neuen Flamme Andy fühlt Rosa den Verdächtigen mit Raffinesse und Penetranz auf den Zahn. Bis ihre Hartnäckigkeit plötzlich gefährlich wird und Rosa nicht nur ihre Freundschaften, sondern auch ihr eigenes Leben auf Spiel setzt.

Ein humorvoller Wohlfühlkrimi für alle, die sich für Golf, Gärtnern und schlagfertige Dialoge interessieren. 
Susanne Hartmaier 

Grün ist der Tod. Ein Garten-Krimi. Kristina Hortenbach. München: Heyne 2026. 366 S. ; 19 cm. 
ISBN 978-3-453-42816-4, kt.: 12,00 €

Die Ozeanschwimmerin

Die Ozeanschwimmerin. Roman. Charlotte Tarnowski

Trauerbewältigung durch Freiwasserschwimmen: hilft diese Herausforderung, die Emotionen zu verarbeiten?

Sophie Charteris hat ihren Mann, ihren 14-jährigen Sohn und ihren Familienhund bei einem Bootsunglück verloren. Schon seit ihrer Kindheit ist das Schwimmen im Meer ihre große Leidenschaft, nur dort kann sie sich spüren. Als der Chef der Werbeagentur, in der sie arbeitet, ein einjähriges Sabbatical finanzieren will, entscheidet sie kurzerhand, bei der Ocean´s-Seven-Challenge mitzumachen. Das ist ein Freiwasser-Schwimmwettbewerb, bei dem die sieben schwierigsten Meerengen der Welt durchschwommen werden müssen. Begleitet wird sie dabei von einem Kameramann ihrer Werbeagentur, von ihrem Schwager und ihrer Schwägerin.

Beeindruckend ist nicht nur die Beschreibung der Schwimmstationen, ihrer Schönheit und ihrer Schwierigkeiten sondern vor allem sowohl die Entwicklung von Sophie als auch die Veränderung der Beziehungen zwischen den Protagonisten. Während Sophie gegen ihre Trauer anschwimmt, beginnen auch die anderen Teammitglieder, von ihr inspiriert, ihre eigenen Probleme anzugehen. 

Uneingeschränkt allen Leserinnen und Lesern empfohlen, besonders für solche, die das Meer lieben als auch für diejenigen, die sich für die Entwicklung von Charakteren interessieren. 
Gabriele Güterbock-Rottkord 

Die Ozeanschwimmerin. Roman. Charlotte Tarnowski. München: Goldmann 2026. 349 S. ; 22 cm. 
ISBN 978-3-442-30238-3, geb.: 24,00 €

Hofsommer

Hofsommer. Hanna Heim.

Kein klassischer Sommerroman über Erinnerungen und Familienbande und assistierte Sterbehilfe.

Doreen ist quasi auf dem Reiterhof Fallera ihrer Großeltern aufgewachsen. Gerne denkt sie an ihre Kindheit in der ehemaligen DDR zurück, das Gefühl auf dem Rücken der Pferde, die raue Hand des Großvaters. Die Großeltern haben den Hof aufgebaut und zu dem gemacht, was er heute ist. Jetzt kehrt sie an diesen Ort zurück. Ihre Großeltern wollen gemeinsam Sterben. Die Großmutter todkrank, der Großvater alt und gebrechlich. Vor Jahren haben sie sich versprochen, wenn es soweit ist, gemeinsam zu gehen. Jetzt ist es soweit.

Doreens Welt gerät aus den Fugen und sie weigert sich zunächst, diese Entscheidung zu akzeptieren. In der Hoffnung die beiden Umstimmen zu können, verbringt sie den Sommer auf dem Hof und lässt ihre schönsten gemeinsamen Momente und Erinnerungen aufleben. Doch die beiden bleiben bei ihrer Entscheidung und Doreen muss sich ihren Ängsten und ihrer Trauer stellen. Ein vielschichtiger Roman, der die verschiedenen Perspektiven und Beweggründe leise und schnörkelos erzählt, mit Rückblicken und Erinnerungen eines ganzen Lebens.

Ein nachdenklich stimmender, poetischer Roman über Selbstbestimmung, Verantwortung, Tod und Leben für alle, die sich für autobiografische Romane und Familiengeschichten begeistern.  
Susanne Hartmaier 

Hofsommer. Roman. Hanna Heim. München: Heyne 2026. 284 S.; 21 cm. 
ISBN 978-3-453-27531-7, geb.: 24,00 €

Mütter und Töchter

Mütter und Töchter. Claire Alexander.

Eine generationsübergreifende Liebesgeschichte zwischen Müttern und Töchtern.

Cat McAllister hat es als alleinerziehende Mutter ohnehin nie leicht gehabt. Doch dann warten plötzlich neue Herausforderungen auf sie. Ihre demenzkranke Mutter Minnie kann nicht länger allein leben und zieht bei ihr und der 16- jährigen Tochter ein. Für alle ein ganz neues Lebensgefühl!
Als Ruby bemerkt, dass sie schwanger ist, bittet sie ihre Mutter um Hilfe bei schwierigen Entscheidungen.

Doch das sind nicht die einzigen Unwegsamkeiten. Der Immobilienmakler bringt Cats Herz zum Höherschlagen und beim Ausräumen des Hauses findet sie plötzlich ein verstörendes Dokument, das ihr Leben noch mehr durcheinanderwirbelt. Doch zusammen schafft mal viel!

Eine Liebeserklärung zwischen Müttern und Töchtern. Lädt zum Schmökern und Nachdenken ein. 
Sandra Groß 

Mütter und Töchter. Roman. Claire Alexander. Dt. von Bettina Hengesbach. München: Goldmann 2026. 413 S. ; 21 cm. 
Aus d. Engl.
ISBN 978-3-442-49664-8, kt.: 17,00 €

Kringel will Meer

Kringel will Meer. Henrike Wilson

Kringel ist ein Ferkel und lebt auf einem Bauernhof. Aber er will das Meer - und traut sich, die Reise anzutreten.

Ferkel Kringel lebt auf einem Bauernhof. Sein Freund Lachmöwe berichtet ihm, wie toll das Meer und der Strand sind. Daraufhin beschließt Kringel, dass er dies selbst sehen möchte. Seine anderen Freunde wie der Kater, die anderen Schweine oder auch die Hühner sagen ihm jedoch, dass ein Schwein auf einen Bauernhof gehört. 

Aber das Meer geht einfach nicht aus Kringels Kopf. Und als irgendwann das Hoftor einen Spalt offen steht traut er sich und reist ans Meer. Unterwegs trifft er sogar Lachmöwe. Er genießt die Zeit dort so sehr, aber als Kringel an seine Freunde denkt, findet er es schade, dass diese das alles verpassen …

Henrike Wilson schreibt über eigene Träume und Wünsche und darüber, dass man sich selbst Dinge zutrauen soll und darf. Ihre Bilder sind detailreich ohne überladen zu wirken und bieten viel Gesprächsanlass - ich würde sogar so weit gehen, dass eine Kindergruppe die Geschichte anhand der Bilder selbst erzählen kann. 

Eignet sich toll zum Vorlesen und Besprechen ab dem Kindergartenalter.  
Tanja Bullerkotte

Kringel will Meer. Henrike Wilson. Hildesheim: Gerstenberg 2026. O. Pag. : überw. Ill. ; 34 cm. 
ISBN 978-3-8369--6395-4, geb.: 16,00 €

Wer noch weitere Sommerlesetipps haben möchte, der findet noch mehr ausgewählte sommerliche Buchtipps unter www.eliport.de/magazin/artikel-sommerlesetipps-2026

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