Wiesbaden (epd). Studierende mit eigener Haushaltsführung müssen im Schnitt mehr als die Hälfte ihres Einkommens fürs Wohnen aufwenden. Zwei Drittel der Haushalte von Studentinnen und Studenten in Deutschland gelten somit als überlastet von Wohnkosten, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.
Studierende insgesamt geben nach Angaben des Bundesamts im Durchschnitt 32 Prozent ihres Einkommens für Wohnen aus, deutlich mehr als der Schnitt der Gesamtbevölkerung (24 Prozent). Studierende mit eigener Haushaltsführung müssen sogar 54 Prozent ihres Einkommens aufwenden. Für alleinlebende Studierende lag dieser Anteil bei 56 Prozent, während Studierende in gemeinschaftlichen Wohnformen 49 Prozent fürs Wohnen ausgeben mussten.
Studierende bestreiten fast Hälfte ihres Einkommens aus Arbeit
Fast die Hälfte ihres Lebensunterhalts bestreiten Studentinnen und Studenten laut den Zahlen aus eigener Arbeit (43 Prozent), bei Studierenden mit eigenem Haushalt waren es 45 Prozent. Aus privater Unterstützung und Unterhalt von Angehörigen bezogen Studierende insgesamt im Schnitt 15 Prozent ihrer Einkommen, Studierende mit eigener Haushaltsführung 29 Prozent. 12 Prozent kamen aus Bafög-Leistungen und Stipendien (14 Prozent bei Studierenden in eigener Wohnung), während sich 29 Prozent auf andere Einkommensarten verteilten wie Kindergeld oder Hinterbliebenenrenten (12 Prozent bei Studierenden im eigenen Haushalt).




