Berlin (epd). Der designierte CDU-Spitzenkandidat zur Berliner Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, hat die Teilnahme der Senatskanzlei am Christopher Street Day mit einem eigenen Wagen verteidigt. In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Sonntag, online) bejahte der Finanzsenator die Frage, ob er es richtig finde, dass sich der Staat in diesem Rahmen an einer politischen Demonstration beteiligt. Evers fügte hinzu: „Der CSD gehört zur DNA Berlins.“ Der 48. Christopher Street Day wird am 25. Juli in der Hauptstadt gefeiert.
Zuvor waren vor allem aus der Opposition wegen hoher Kosten kritische Stimmen laut geworden. Evers selbst will nicht am CSD teilnehmen. Er habe am betreffenden Wochenende familiäre Verpflichtungen, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
CDU hält Differenzen aus
Zu abweichenden Meinungen in der eigenen Partei zur Senatspräsenz sagte Evers: „Die Union ist eine Volkspartei. Deshalb halten wir unterschiedliche Auffassungen aus.“ Der CSD stehe für Vielfalt, Respekt und Menschenwürde: „Dafür tritt unser Berlin sichtbar ein.“
Evers soll als Spitzenkandidat auf den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) folgen, der am Freitag seinen Rückzug verkündet hatte. Die Berliner Abgeordnetenhauswahl findet am 20. September statt.




