Berlin (epd). Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hält die von der Bundesregierung geplante ärztliche Krankschreibung ab Tag eins für richtig. „Wir schneiden bei der Zahl der Krankheitstage im internationalen Durchschnitt schlecht ab, da gibt es Handlungsbedarf“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner dem„ RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Freitag). Hohe Krankenstände würden sich an Montagen und Freitagen ballen.
Die Spitzen der Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD hatten zu Monatsbeginn beschlossen, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Zudem sollen Beschäftigte ab dem ersten Fehltag eine Krankschreibung vorlegen müssen.
„Gemeinsame Kraftanstrengung“
„Die geplante Regelung setzt ein wichtiges Signal: Wir müssen in diesem Land eine gemeinsame Kraftanstrengung unternehmen“, sagte Gönner. Die konkrete Ausgestaltung soll jetzt auch über Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen geregelt werden können.
Nach den Worten der BDI-Vertreterin gehe es nicht um Begriffe wie „Drückeberger“. „Wir sehen bei vielen Beschäftigten in der Industrie eine hohe Motivation und Leistungsbereitschaft“, sagte Gönner. Es lohne sich aber, in die unterschiedlichen Statistiken zu schauen.




