Umweltgroßprojekt am "Grünen Band" gestartet

Umweltgroßprojekt am "Grünen Band" gestartet
Auf 95 Kilometer Länge entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze investieren Bayern, Sachsen und Thüringen zunächst eine Million Euro in den Naturschutz. Ziel ist auch die Aufnahme des "Grünen Bandes" in das Unesco-Weltkultur- und -Naturerbe.

Mödlareuth (epd). Die Freistaaten Bayern, Sachsen und Thüringen haben im Dreiländereck das Naturschutzgroßprojekt „Grünes Band“ offiziell aus der Taufe gehoben. Die Region versinnbildliche den Wandel vom Todesstreifen zum Lebensband, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in Mödlareuth. Zudem handele es sich um ein wichtiges Umweltprojekt in Zeiten eines dramatischen Klimawandels.

Das Projektgebiet ist Teil des rund 1.400 Kilometer langen Biotopverbunds des ehemaligen Todesstreifens an der innerdeutschen Grenze. Der Planungsraum „Dreiländereck“ beinhaltet einen 95 km langen Teilabschnitt und damit immerhin sieben Prozent seiner Gesamtlänge. Bis 2028 soll den Angaben zufolge zunächst ein Managementplan für dessen Schutz und dauerhaften Erhalt entwickelt werden.

Natur und Geschichte gehörten zusammen

Für die Planungsphase wird laut der Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Bettina Hagedorn (SPD), rund eine Million Euro investiert. 75 Prozent kommen vom Bund, weitere 15 Prozent tragen Bayern, Sachsen und Thüringen entsprechend ihres Flächenanteils. Zehn Prozent übernimmt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Anschließend könne das Naturschutzprojekt für weitere zehn Jahre gefördert werden.

Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Bayern, Martin Geilhufe, warb zugleich für die Ernennung des „Grünen Bandes“ zur weltweit ersten kombinierten Natur- und Kulturerbestätte der Unesco. Natur und Geschichte gehörten hier zusammen. Es sei eine einzigartige Erinnerungslandschaft und ein lebendiges Symbol für Frieden, Freiheit und Demokratie.