Abgeordnete mehrerer Parteien gründen Parlamentskreis "Prävention"

Abgeordnete mehrerer Parteien gründen Parlamentskreis "Prävention"
Maßnahmen für bessere gesundheitliche Prävention seien in der Vergangenheit zu sehr an Parteigrenzen gescheitert, finden Abgeordnete mehrerer Parteien im Bundestag. Sie haben einen Parlamentskreis gegründet, um das zu ändern.

Berlin (epd). Im Bundestag tun sich Abgeordnete von Union, SPD, Grünen und Linken zu einem Parlamentskreis „Prävention“ zusammen. Deutschland habe eines der teuersten Gesundheitswesen der Welt, aber die Lebenserwartung sei trotzdem unterdurchschnittlich, heißt es in einer vom Grünen-Abgeordneten Johannes Wagner am Donnerstag verbreiteten Mitteilung des Kreises. Die politische Umsetzung wirksamer Präventionsmaßnahmen sei in der Vergangenheit immer wieder an Partikularinteressen und fehlender fraktionsübergreifender Zusammenarbeit gescheitert. Das wolle man ändern.

Den Vorstand des Parlamentskreises bilden den Angaben zufolge neben Wagner Anne Janssen (CDU), Tanja Machalet (SPD), Ates Gürpinar (Die Linke) und Emmi Zeulner (CSU). Ziel sei ein konstruktiver, sachlicher Dialog über Fraktionsgrenzen hinweg, heißt es in der Gründungserklärung.

Prävention „Investition in Leistungsfähigkeit“

Mit Verweis auf Erkenntnisse aus Wissenschaft und Gesundheitswesen heißt es darin weiter, die durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Alkohol- und Tabakkonsum verursachten oder verstärkten chronischen Erkrankungen belasteten nicht nur Millionen von Menschen, „sondern auch das Gesundheitssystem in erheblichem Maße“. Die Folge bekomme auch die Wirtschaft zu spüren. „Prävention ist damit keine zusätzliche Last, sondern eine Investition in die Leistungsfähigkeit unseres Landes“, erklärte der Parlamentskreis.