"Tausende Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an den Folgen extremer Hitze", erklärt die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs. Hitze sei keine Nebensache, sondern eine ernste Gefahr für Gesundheit und Leben, "gewiss auch als Konsequenz des Klimawandels".
Vor allem ältere Menschen, Kinder und Kranke bräuchten an heißen Tagen Schutz, führt die Hamburger Bischöfin aus. "Deshalb öffnen viele Gemeinden im Rahmen der Aktion 'Kühle Kirchen' ihre Türen", sagt sie. "Sie bieten Menschen einen Ort zum Ausruhen, Durchatmen und Schutz vor der Hitze."
Im Rahmen der Aktion "Kühle Kirchen" rufen EKD und Diakonie Deutschland bundesweit Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen auf, kühlende Orte während Hitzeperioden bereitzustellen. "Kirchen sind kühle Orte. Auch ohne großen technischen Aufwand lassen sich an zentralen Stellen wie Fußgängerzonen, aber auch in Stadtteilen und Dörfern Gelegenheiten anbieten, um zu Gesundheitsschutz und Klimaresilienz beizutragen", heisst es.
"Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze"
Diesem Beispiel folgen immer mehr kirchliche und diakonische Gebäude in ganz Deutschland jeden Sommer. Bereits am Donnerstag, den 11. Juni 2026, fand der vierte bundesweite Hitzeaktionstag unter dem Motto "Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze" statt. An diesem Tag waren bundesweit verschiedene Aktionen und Veranstaltungen geplant, um auf die zunehmende Bedrohung durch Extremhitze aufmerksam zu machen und über wirksamen Hitzeschutz zu informieren.
Zu Aktivitäten gehörten unter anderem Öffentlichkeitskampagnen zur Sensibilisierung für Hitzegefahren, Veranstaltungen in Städten und Gemeinden, Informationsangebote zu Schutzmaßnahmen für vulnerable Gruppen (z. B. ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke) und Tipps zur Prävention wie ausreichend trinken, kühle Räume aufsuchen und körperliche Anstrengung in den heißesten Stunden vermeiden.
Der Aktionstag wurde von verschiedenen Organisationen, Kommunen und Gesundheitsbehörden unterstützt, insgesamt haben sich über 150 Institutionen und Verbände angeschlossen, darunter die Bundesärztekammer und die Klima-Allianz Deutschland.



