Vorsitzender der Senioren-Union: Jüngere sollten früher arbeiten

Vorsitzender der Senioren-Union: Jüngere sollten früher arbeiten
Es werde nur durch mehr Arbeit gehen, die Renten zu stabilisieren, sagte der Vorsitzende der Senioren-Union, Hüppe. Das müsse aber nicht zwangsläufig ein späteres Ende des Erwerbslebens bedeuten.

Düsseldorf (epd). Der Vorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe (CDU), plädiert in der Debatte um eine Stabilisierung des Rentensystems für einen früheren Start junger Menschen ins Arbeitsleben. Es werde nur durch mehr Arbeit gehen. „Das heißt für mich aber nicht unbedingt am Ende des Erwerbslebens, sondern am Anfang“, sagte Hüppe der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Montag).

„Wir müssen Schul- und Studienzeiten kürzer und schlanker machen, junge Menschen früher in Arbeit bringen und sie damit früher zu Einzahlern in die Sozialsysteme machen“, sagte der 69 Jahre alte CDU-Politiker. Es müsse nicht wie in seiner Jugend mit 14 Jahren sein, „aber es sollte auch nicht erst mit 30 losgehen“.

Erhöhung des Renteneintrittsalters „moderat und individuell“

Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters sollte laut Hüppe „moderat und individuell sein, angepasst an die Arbeitswelt“. „Auch das gehört zu einer vernünftigen Rentenreform“, sagte er.

Das früher bei 65 Jahren liegende Renteneintrittsalter wird seit 2012 schrittweise angehoben und soll nach aktuellem Stand 2031 bei 67 Jahren liegen. Diese Altersgrenze gilt für alle, die 1964 oder später geboren wurden. Ein vorgezogener Rentenstart ist möglich, wenn Abschläge hingenommen werden. Zudem gibt es Ausnahmen etwa für besonders langjährig Versicherte und für Schwerbehinderte. Im Zusammenhang mit der von der Bundesregierung geplanten Rentenreform steht zur Debatte, den Renteneintritt weiter nach hinten zu verschieben.