Bundestag plant Debatte über Organspende für 24. Juni

Bundestag plant Debatte über Organspende für 24. Juni
In knapp zwei Wochen will der Bundestag über eine mögliche Neuregelung der Organspende beraten. Das Parlament plant eine gut zweistündige Debatte über das ethisch umstrittene Thema.

Berlin (epd). Der Bundestag hat die geplante Debatte über eine mögliche Neuregelung der Organspende terminiert. Sie soll laut am Freitag veröffentlichter Tagesordnung am 24. Juni stattfinden, allerdings zu ungewöhnlicher Zeit. Beraten wird das Thema nicht in der sogenannten Kernzeit des Parlaments, sondern am frühen Abend zwischen 17:30 und 19:45 Uhr.

Für Themen, die Gewissensfragen berühren, nimmt sich der Bundestag oft mehr Zeit in Form sogenannter Orientierungsdebatten. Übliche Aussprachen dauern im Bundestag selten länger als eine Stunde.

Zwei Anträge fraktionsübergreifender Gruppen

Zwei fraktionsübergreifende Gruppen von Bundestagsabgeordneten haben Anträge zur Organspende vorgelegt. Ziel beider Gruppen ist eine Steigerung der Zahl gespendeter Organe. Der Weg dahin ist aber umstritten. Eine Gruppe um Gitta Connemann (CDU), Sabine Dittmar (SPD) und Armin Grau (Grüne) setzt sich für die sogenannte Widerspruchsregelung ein, nach der jeder zum Organspender würde, der selbst zu Lebzeiten nicht widersprochen hat.

Derzeit gilt, dass eine Organspende nur nach ausdrücklicher Zustimmung erfolgen kann. Eine Gruppe um Kirsten Kappert-Gonther (Grüne), Lars Castellucci (SPD) und Michael Brand (CDU) setzt sich dafür ein, an diesem Prinzip festzuhalten. Ihr Antrag fordert bessere Aufklärung zum Thema und erleichterte Möglichkeiten, den Spendewillen festzuhalten.