Drei Viertel der Neubauten werden mit Wärmepumpen beheizt

Drei Viertel der Neubauten werden mit Wärmepumpen beheizt
Innerhalb von zehn Jahren hat sich der Anteil der Wärmepumpen von weniger als einem Drittel auf 73,6 Prozent erhöht.

Wiesbaden (epd). Die Wärmepumpe ist bei Neubauten in Deutschland mit großem Abstand die Heizquelle Nummer eins. Knapp drei Viertel (73,6 Prozent) der rund 58.900 im Jahr 2025 fertiggestellten Wohngebäude nutzen hauptsächlich Wärmepumpen zur Erzeugung der Heizenergie, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

2024 hatte der Anteil noch bei 69,4 Prozent gelegen. 2015 waren in nur knapp einem Drittel (31,4 Prozent) der damals 105.600 fertiggestellten Wohngebäude hauptsächlich Wärmepumpen verbaut.

Gasheizung auf dem Rückzug

Wärmepumpen kommen den Angaben zufolge vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern zum Einsatz: In 77,9 Prozent aller 2025 fertiggestellten Einfamilienhäuser und in 78,4 Prozent der neugebauten Zweifamilienhäuser wurde hauptsächlich eine Wärmepumpe zum Heizen genutzt. Deutlich seltener war deren Einsatz in Neubauten mit drei oder mehr Wohnungen (52,7 Prozent).

Gasheizungen sind dagegen auf dem Rückzug. Nur noch 10,5 Prozent der 2025 fertiggestellten Wohngebäude werden dem Statistischen Bundesamt zufolge hauptsächlich mit Erdgas beheizt. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch bei 51,5 Prozent gelegen.

Wärmepumpen nutzen Geo- und Umweltthermie, die zu den erneuerbaren Energiequellen zählen. Die Statistikbehörde teilte außerdem mit, 87,0 Prozent der 62.100 im Jahr 2025 genehmigten Wohngebäude sollen hauptsächlich mit erneuerbarer Energie beheizt werden. In den allermeisten Fällen handele es sich um Wärmepumpen: Sie sollen in 83,0 Prozent der genehmigten Neubauten als Hauptheizung zum Einsatz kommen.