Brüssel (epd). Die Zahl der Asylanträge in den EU-Staaten und anderen europäischen Partnerstaaten ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 2021 gesunken. Wie die EU-Asylagentur (EUAA) am Dienstag in ihrem Jahresbericht mitteilte, wurden 2025 rund 822.000 Asylanträge registriert. Das waren 19 Prozent weniger als im Vorjahr.
EU-Migrationskommissar Magnus Brunner erklärte: „Unser Engagement in Partnerländern und die zunehmende Stabilität in wichtigen Regionen haben zu einem weiteren Rückgang der Asylanträge geführt. Die Mitgliedstaaten nutzen diese Situation, um bestehende Rückstände abzubauen, die Aufnahmesysteme zu stärken und sich auf die neuen Regeln vorzubereiten. Schritt für Schritt bringen wir unser europäisches Haus in Ordnung.“
Ab Freitag neue Regeln
Nach Angaben der EUAA bereiteten sich die Mitgliedstaaten 2025 intensiv auf die Umsetzung des neuen Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (Geas) vor, das am Freitag in Kraft tritt. Dazu gehörten der Ausbau von Grenzverfahren, Anpassungen der Aufnahmesysteme und Investitionen in das neue Eurodac-Register. Zugleich sank die Zahl der offenen Asylverfahren in erster Instanz um 13 Prozent.



