Hildesheim (epd). Der katholische Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer (65) ist am Samstag mit einem Gottesdienst im Hildesheimer Mariendom verabschiedet worden. Wilmer habe große Spuren hinterlassen, sagte Weihbischof Heinz-Günter Bongartz. Er würdigte Wilmer vor allem für seine Herzlichkeit und die „unkomplizierte Art, auf Menschen zuzugehen“.
Wilmer, der seit Februar auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, tritt Ende Juni an die Spitze des mit 1,6 Millionen Katholiken mitgliederstärksten deutschen Bistums in Münster. Die Amtseinführung wird am 21. Juni stattfinden. Wilmer war rund acht Jahre Bischof in Hildesheim.
Theologe mit klarem Blick
Die braunschweigische Landesbischöfin Christina-Maria Bammel dankte Wilmer für seine ökumenische Verbundenheit. Seine ökumenische Weite sei ein „starker Motor“ für die Entwicklung des gemeinsamen christlichen Religionsunterrichts in Niedersachsen gewesen. Der Unterricht wird zum Schuljahr 2026/2027 an den Schulen in Niedersachsen eingeführt und den bisher getrennten evangelischen oder katholischen Religionsunterricht ablösen.
Großen Respekt verdiene auch Wilmers Initiative für die Bearbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche, sagte Bammel. Der Bischof habe sich nicht gescheut, die Dinge beim Namen zu nennen und unter anderem Machtmissbrauch in der Kirche kritisiert. Wilmer sei ein Theologe mit klarem Blick für die gegenwärtigen Herausforderungen.



