Frankfurt a.M. (epd). Die AfD Mecklenburg-Vorpommern verzichtet in ihrem Programm für die Landtagswahl weitgehend auf typische kirchenpolitische Forderungen und behandelt Religion nahezu ausschließlich im Kontext von Migration und Islam. In dem am Samstag auf dem Landesparteitag verabschiedeten Wahlprogramm heißt es, die Partei erkenne zwar die Religionsfreiheit der muslimischen Staatsbürger an, wolle aber die „Folgen einer seit Jahren andauernden muslimischen Einwanderung“ nicht beiseiteschieben. Sie fordert eine strikte Begrenzung und Reduzierung „muslimischer Migration“ in dem Bundesland.
Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Laut Wahlumfragen liegt die AfD derzeit vor der SPD. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) regiert derzeit in einer Koalition mit den Linken.
Keine Aussagen zu Kirchensteuer oder Staatsleistungen
Die AfD fordert laut ihrem Programm zudem eine Pflicht für Islamverbände, radikale und extremistische Tendenzen im eigenen Umfeld zu erfassen und zu melden.
Aussagen zu Kirchensteuer, Staatsleistungen oder dem Verhältnis des Landes zu den Kirchen enthält das Programm nicht. Auch explizite Bezüge zum Christentum fehlen im Programm. Das unterscheidet den Entwurf deutlich von der programmatischen Linie der Bundespartei und etwa dem AfD-Wahlprogramm in Sachsen-Anhalt, wo am 6. September gewählt wird.
Kirchenmaler und Denkmalschutz
Im Kapitel Denkmalschutz des Wahlprogramms finden „schlichte Dorfkirchen“ Erwähnung. Sie sollen als Teil des kulturellen Erbes erhalten werden. Ebenso soll die Ausbildung zum „Kirchenmaler“ als „kulturprägender Handwerksberuf“ gefördert werden.



